Gedanken zu Pfingsten

So war es an Pfingsten, damals in Jerusalem: ein Brausen kam vom Himmel und erfüllte das Haus, in dem die Jünger saßen. Und es erschienen ihnen Zungen, zerteilt wie von Feuer; und der Heilige Geist kam zu einem jeden von ihnen und sie wurden alle von ihm erfüllt und fingen an in anderen Sprachen zu predigen wie der Geist es ihnen eingab.

Quelle: Anja Blänsdorf
Das also ist Pfingsten: das Fest gelingender Kommunikation. Vorher war Verständnislosigkeit, die fremde Sprache, die fremde Kultur eine unüberwindliche Mauer, die alles Verstehen abblockt. Kein Dolmetscher, kein Wörterbuch, keine Übersetzungs-App – keine Möglichkeit, sich verständlich zu machen. Pfingsten dagegen zeigt: es kann gelingen.
 
Es kann gelingen, einander zu verstehen, über die Fremdheit anderer Sprache, über die Irritation anderer Kultur hinweg. Es kann neue Worte geben, wo die alten verbraucht sind, wo Stummheit einzieht, weil es nichts mehr zu sagen gibt. Es kann neue Anfänge geben, wo nichts mehr ging. Das ist Pfingsten.
 
Und wie? Weil Gottes Geist sich nicht lange bitten lässt, sondern auch zu uns kommt: im Mut, auf einen Menschen zu zu gehen, der so fremd und anders zu sein scheint. In der SMS, in der ich den anderen bitte, doch noch einmal mit mir zu reden und sich nicht ins Schneckenhaus zurück zu ziehen. Wenn das Herz für einen anderen Menschen brennt und ich dadurch Worte finden, die anlanden können. So war es an Pfingsten. So kann es heute sein.
 
 
Autor / Autorin
 
Kibitzweb im Internet

Quelle: Facebook
Quelle: Twitter
Quelle: Instagram
 
Quelle: Google
Quelle: YouTube
 
Quelle: rss

Meldungen der ekiba