Gebet zum Neujahrstag

Ich schreibe Neujahrswünsche an den Himmel.
Bescheiden sind sie nicht.

Quelle: pixabay CCO

Ich wünsche mir Menschen, die mich lieben und verstehen
Und auch dann zu mir halten, wenn sie mich nicht verstehen.

Ich wünsche mir, dass du sie behütest und auch mich nicht vergisst.

Ich wünsche mir Kraft für meine Tage und Aufgaben,
dass ich gesund bleibe bitte ich dich.

Ich will nicht vergesslich werden,
für all das Gute, das ich habe und das vielen anderen Menschen fehlt:
der Krach in der Silvesternacht, das sind nur Böller,
kein Kriegsgedröhn.

Da ist das Dach über dem Kopf, die warme Heizung,
Winterstiefel und warmer Mantel,
Brot im Korb und die roten Äpfel auf dem Tisch.

Polizisten, die sich nicht kaufen lassen,
sorgsame Lehrerinnen für die Kinder,
die Verlässlichkeit von Postboten und Zeitungsfrau,
Müllabfuhr und Fahrplänen.
Und so viele Menschen, die an ihrem Platz ihr Bestes tun.

Ich bitte dich Gott, um die Wärme und Schönheit der kleinen Dinge,
das Leuchten des Schnees,
wie sich der Himmel verfärbt, wenn das erste Licht kommt,
das Schnurren der Katze, das gute Buch,
der Film im Modernen Theater in Weinheim
und die erste Tasse Assamtee am Morgen,
das Spiel der Sonne an der Hauswand,
die erste Blüte am kahlen Zweig.

Nein, bescheiden sind sie nicht,
meine Neujahrswünsche.

Ich schreibe sie an den Himmel, Gott,
Du wirst sie lesen.

 
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